Purchase to Pay digital: Vom Bedarf bis zur Zahlung in einem durchgängigen Prozess
Purchase to Pay beschreibt den gesamten Weg von der Bedarfsanforderung über Bestellung, Wareneingang und Rechnungsprüfung bis zur Zahlung. In vielen Unternehmen ist dieser Prozess auf Einkauf, Lager und Buchhaltung verteilt und voller Medienbrüche. Mit enaio und Ihrem ERP System wird daraus ein durchgängiger, nachvollziehbarer Ablauf.
- Bedarf bis Bestellungdigitale Anforderung mit Freigaberegeln
- Abgleich automatischBestellung, Wareneingang und Rechnung im Vergleich
- Zahlung mit ProtokollFreigabe und Übergabe an das ERP
Kurz erklärt
Purchase to Pay umfasst den gesamten Beschaffungsprozess von der Bedarfsanforderung über Bestellung, Wareneingang und Rechnungsprüfung bis zur Zahlung. Digital wird er, wenn alle Dokumente und Freigaben in einem Workflow zusammenlaufen und Bestellung, Wareneingang und Rechnung automatisch abgeglichen werden. enaio verbindet dafür Dokumente, Freigaben und Ihr ERP System.
Wo der Einkaufsprozess heute ins Stocken gerät
Die Einzelschritte funktionieren meist. Probleme entstehen an den Übergaben zwischen Abteilungen, Systemen und Papier.
Medienbrüche zwischen Abteilungen
Anforderungen kommen per Mail, Lieferscheine auf Papier und Rechnungen als PDF. Jede Übergabe kostet Zeit und erzeugt Rückfragen.
Rechnungen ohne Bezug
Fehlt der Bezug zu Bestellung und Wareneingang, beginnt die manuelle Suche. Abweichungen bei Menge oder Betrag fallen spät oder gar nicht auf.
Fristen und Skonto verpasst
Liegt eine Rechnung zu lange in der Freigabe, gehen Zahlungsziele und Skontofristen verloren und Lieferanten fragen nach.
Ein Workflow für den gesamten Einkaufsprozess
enaio verbindet die Dokumente und Freigaben des Einkaufsprozesses mit den Daten Ihres ERP Systems. Bedarfsanforderungen werden digital gestellt und nach festgelegten Wertgrenzen freigegeben. Bestellungen entstehen im ERP, die zugehörigen Dokumente liegen in der Vorgangsakte.
Eingehende Rechnungen, ob Papier, PDF oder E Rechnung im Format XRechnung oder ZUGFeRD, liest enaio kairos automatisch aus. Anschließend gleicht der Workflow Bestellung, Wareneingang und Rechnung ab. Stimmt alles überein, geht die Rechnung direkt zur Buchung. Abweichungen landen gezielt beim zuständigen Mitarbeitenden.
Mehr zum Abgleich lesen Sie im Beitrag zum Drei Wege Abgleich und auf unserer Seite zum Rechnungseingangsworkflow.
Purchase to Pay mit enaio
- Digitale Bedarfsanforderung mit Wertgrenzen
- Bestelldokumente in der Vorgangsakte
- Lieferscheine gescannt und automatisch zugeordnet
- Rechnungserkennung für Papier, PDF und E Rechnung
- Automatischer Abgleich von Bestellung, Wareneingang und Rechnung
- Zahlungsfreigabe mit Übergabe an SAP, DATEV, Dynamics 365, proALPHA oder Sage
Fachwissen: Abgleich, Toleranzen und Kontrollen
Ob ein Purchase to Pay Prozess wirklich Zeit spart, entscheidet sich an wenigen Stellschrauben. Diese sollten vor der Einführung bewusst festgelegt werden.
Zwei, drei oder vier Wege Abgleich
Beim Zwei Wege Abgleich werden Bestellung und Rechnung verglichen, das passt für Dienstleistungen ohne Wareneingang. Der Drei Wege Abgleich ergänzt den Wareneingang und ist der Standard für Material. Beim Vier Wege Abgleich kommt zusätzlich eine Qualitätsprüfung hinzu.
Toleranzen bewusst setzen
Kleine Abweichungen bei Menge oder Betrag, etwa durch Rundung oder Frachtpauschalen, sollten automatisch durchlaufen. Zu enge Toleranzen erzeugen unnötige Klärfälle, zu weite Toleranzen öffnen Fehlern die Tür.
Funktionstrennung einhalten
Wer bestellt, sollte nicht dieselbe Rechnung freigeben und auch keine Lieferantenstammdaten ändern dürfen. Diese Trennung ist ein zentrales Element des internen Kontrollsystems und lässt sich im Workflow fest verankern.
Kennzahlen, die wirklich helfen
Aussagekräftig sind die Durchlaufzeit vom Rechnungseingang bis zur Freigabe, der Anteil der Rechnungen mit Bestellbezug, die Quote automatisch gebuchter Rechnungen und die Nutzung von Skonto. Diese Werte zeigen, wo der Prozess hakt.
E Rechnung und Lieferantenstammdaten: die unterschätzten Hebel
Zwei Themen entscheiden heute oft darüber, wie reibungslos Purchase to Pay läuft: die E Rechnungspflicht und die Qualität der Stammdaten.
Fahrplan der E Rechnungspflicht
Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E Rechnungen empfangen können. Ab 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz E Rechnungen versenden, ab 2028 gilt das für alle. Strukturierte Rechnungen lassen sich besonders gut automatisch abgleichen.
Saubere Lieferantenstammdaten
Doppelte Lieferanten, veraltete Adressen oder fehlende Steuernummern bremsen den automatischen Abgleich. Eine Bereinigung der wichtigsten Lieferanten vor dem Start zahlt sich schnell aus.
Bankdatenänderungen absichern
Gefälschte Mitteilungen über neue Bankverbindungen gehören zu den häufigsten Betrugsversuchen. Änderungen sollten nur nach einem Rückruf unter bekannter Nummer und mit zweiter Freigabe übernommen werden.
Purchase to Pay heute und mit enaio
So verändert sich jeder Schritt, wenn Dokumente und Freigaben durchgängig digital laufen.
| Prozessschritt | Heute oft | Mit enaio |
|---|---|---|
| Bedarfsanforderung | per Mail oder auf Zuruf | Formular mit Freigaberegeln |
| Bestellung | im ERP, Belege verstreut | im ERP, Dokumente in der Vorgangsakte |
| Wareneingang | Lieferschein auf Papier | Lieferschein gescannt und zugeordnet |
| Rechnungseingang | manuelle Erfassung | automatische Erkennung und Prüfung |
| Abgleich | manuell mit Rückfragen | Drei Wege Abgleich im Workflow |
| Zahlung | Freigabe per Mail | Freigabe mit Protokoll und Übergabe an das ERP |
Insider Tipps aus der Praxis
Diese Erfahrungen stammen aus unseren Projekten und stehen selten in Handbüchern.
Keine Bestellung, keine Zahlung
Die Regel, dass nur Rechnungen mit Bestellbezug ohne Rückfrage bezahlt werden, erhöht die Quote automatisch prüfbarer Rechnungen deutlich. Ausnahmen wie Energie oder Mieten werden über Rahmenverträge geregelt.
Wareneingang zeitnah buchen
Der häufigste Grund für hängende Rechnungen ist ein fehlender Wareneingang. Ein kurzer Hinweis im Lager, Lieferungen noch am selben Tag zu erfassen, beschleunigt den gesamten Prozess.
Mit den wichtigsten Lieferanten starten
Beginnen Sie mit den Lieferanten, die das meiste Belegvolumen verursachen. Schon wenige Lieferanten decken oft einen großen Teil aller Rechnungen ab.
Teillieferungen und Sammelrechnungen einplanen
Legen Sie früh fest, wie Teillieferungen und Sammelrechnungen zugeordnet werden. Sonst entstehen genau hier die meisten Klärfälle.
Freigabe auch unterwegs
Ermöglichen Sie Freigaben im Browser oder auf dem Smartphone. Viele Verzögerungen entstehen nur, weil Verantwortliche unterwegs sind.
In fünf Schritten zum digitalen Purchase to Pay
Wir beginnen mit Ihrem heutigen Ablauf und digitalisieren Schritt für Schritt, ohne den laufenden Betrieb zu stören.
Ist Prozess aufnehmen
Wir erfassen Rollen, Freigaben, Systeme und typische Engpässe im Einkauf.
Regeln festlegen
Wertgrenzen, Vertretungen und Toleranzen für den Abgleich werden definiert.
ERP anbinden
Bestell und Stammdaten fließen über Schnittstellen in den Workflow.
Pilot starten
Ein Bereich oder eine Gesellschaft testet den Prozess im Alltag.
Ausrollen
Nach dem Pilot wird der Prozess auf weitere Bereiche übertragen.
Ihr Partner für Einkauf, Rechnungseingang und ERP Anbindung
AWP Consult aus Dietzenbach bei Frankfurt am Main begleitet mittelständische Unternehmen und Organisationen seit vielen Jahren bei Dokumentenmanagement und Enterprise Content Management. Als zertifizierter enaio Partner verbinden wir Beratung, Einführung, Schnittstellen zu ERP Systemen wie SAP, DATEV, Dynamics 365, proALPHA und Sage sowie Schulung und Support aus einer Hand. Wir kennen die Schnittstellen zwischen Einkauf, Buchhaltung und ERP und bauen Workflows, die dort ansetzen, wo heute Zeit verloren geht.
Unter anderem vertrauen uns DFB, YAZAKI, Meffert AG, Caritas Frankfurt, NOERPEL SE, Kissel Spedition und die Willersinn Gruppe. Alle Referenzen ansehen
Fazit
Ein digitaler Purchase to Pay Prozess verbindet Einkauf, Lager und Buchhaltung zu einem durchgängigen Ablauf. Der größte Hebel liegt im automatischen Abgleich von Bestellung, Wareneingang und Rechnung, abgesichert durch sinnvolle Toleranzen und Funktionstrennung. Mit enaio und Ihrem ERP gelingt das ohne Systemwechsel.
- Purchase to Pay reicht von der Bedarfsanforderung bis zur Zahlung
- Der Drei Wege Abgleich ist der Standard für Materialbeschaffung
- Toleranzen und Funktionstrennung entscheiden über Tempo und Sicherheit
- Die E Rechnungspflicht macht automatische Verarbeitung einfacher
- enaio ergänzt Ihr bestehendes ERP, statt es zu ersetzen
Häufige Fragen zu Purchase to Pay
Was bedeutet Purchase to Pay?
Purchase to Pay, kurz P2P, bezeichnet den gesamten Beschaffungsprozess von der Bedarfsanforderung über Bestellung, Wareneingang und Rechnungsprüfung bis zur Zahlung an den Lieferanten.
Was ist der Unterschied zu Procure to Pay?
Beide Begriffe werden oft gleichbedeutend verwendet. Procure to Pay schließt häufig zusätzlich strategische Schritte wie Lieferantenauswahl und Vertragsmanagement ein.
Was ist ein Drei Wege Abgleich?
Beim Drei Wege Abgleich werden Bestellung, Wareneingang und Rechnung automatisch miteinander verglichen. Stimmen Menge und Betrag innerhalb festgelegter Toleranzen überein, kann die Rechnung ohne manuelle Prüfung zur Buchung gehen.
Brauche ich dafür ein neues ERP System?
Nein. enaio wird an Ihr bestehendes ERP angebunden, zum Beispiel SAP, DATEV, Dynamics 365, proALPHA oder Sage. Das ERP bleibt führend für Bestell und Buchungsdaten.
Wie werden E Rechnungen verarbeitet?
E Rechnungen im Format XRechnung oder ZUGFeRD werden strukturiert eingelesen und durchlaufen denselben Prüf und Freigabeprozess wie Papier und PDF Rechnungen.
Was passiert bei Abweichungen?
Weicht eine Rechnung von Bestellung oder Wareneingang ab, leitet der Workflow sie gezielt an die zuständige Person weiter. Die Klärung wird dokumentiert und bleibt in der Vorgangsakte nachvollziehbar.
Ist der Prozess GoBD konform?
Alle Belege werden revisionssicher in enaio abgelegt, jede Freigabe wird protokolliert. Damit schaffen Sie die Grundlage für einen GoBD konformen Prozess, den Sie in Ihrer Verfahrensdokumentation beschreiben.
Wie starten wir am besten?
Viele Unternehmen beginnen mit dem digitalen Rechnungseingang und erweitern ihn anschließend um Bedarfsanforderung und Wareneingang. So entsteht schnell ein spürbarer Nutzen.
Weiterlesen
Quellen und rechtliche Grundlagen
Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechts oder Steuerberatung.
Einkauf und Buchhaltung endlich verbinden
Wir zeigen Ihnen, wie Purchase to Pay mit enaio und Ihrem ERP durchgängig funktioniert. Vertrieb: +49 6104 9473813